Frösche, Kröten und Salamander sind keine Tiere, die im Rampenlicht stehen. Man sieht sie meist nur kurz im Frühling oder hört sie nachts am Teich. Doch so unauffällig sie wirken – Amphibien spielen eine Schlüsselrolle in unseren Ökosystemen. Ohne sie gerät vieles aus dem Gleichgewicht.
Frühwarnsystem der Natur
Amphibien reagieren besonders empfindlich auf Veränderungen in ihrer Umwelt. Ihre dünne, durchlässige Haut macht sie anfällig für Schadstoffe, Krankheiten und Klimaschwankungen. Geht es ihnen schlecht, ist das ein Zeichen, dass auch der Lebensraum in Gefahr ist. Ihr Rückgang ist also ein Warnsignal – ähnlich wie der sprichwörtliche „Kanarienvogel in der Kohlemine“.
Effektive Insektenjäger
Amphibien ernähren sich vor allem von Insekten. Ein Frosch kann jede Menge Mücken und Fliegen vertilgen – eine natürliche Form der Schädlingskontrolle. Gerade in der Nähe von Gärten, Feldern oder Siedlungen helfen sie, Insektenpopulationen im Gleichgewicht zu halten – und das ganz ohne chemische Mittel.
Wichtige Nahrungsquelle für andere Tiere
Amphibien stehen selbst auf dem Speiseplan vieler Tiere: Vögel, Schlangen, Säugetiere und Fische fressen sie regelmässig. Dadurch sind sie ein unverzichtbarer Teil vieler Nahrungsketten. Wenn Amphibien verschwinden, fehlt eine wichtige Nahrungsquelle – mit Folgen für viele andere Arten.
Reinigung von Wasser und Förderung der Bodenqualität
Kaulquappen fressen Algen und abgestorbenes Pflanzenmaterial. Dadurch helfen sie, Gewässer sauber zu halten und verhindern, dass Teiche oder Tümpel „umkippen“. An Land tragen Amphibien dazu bei, Böden mit Nährstoffen zu versorgen und das Mikroklima zu stabilisieren.
Amphibien sind weltweit bedroht
Leider sind Amphibien heute stärker gefährdet als viele andere Tiergruppen. Lebensräume verschwinden, Gewässer werden verschmutzt, und Krankheiten wie der Chytridpilz breiten sich aus. Auch der Klimawandel setzt ihnen zu. Weltweit ist etwa ein Drittel aller Amphibienarten bedroht – eine alarmierende Zahl.
Was wir tun können
Jeder kann etwas zum Schutz der Amphibien beitragen – ob im Garten, im Park oder durch bewusstes Verhalten in der Natur:
Keine Pestizide oder chemischen Dünger verwenden
Kleine Teiche oder Feuchtstellen im Garten schaffen
Krötenwanderungen schützen – zum Beispiel durch mobile Zäune
Kinder und Erwachsene über Amphibien informieren
Fazit:
Amphibien sind mehr als nur Begleiter lauer Frühlingsnächte. Sie sind unverzichtbare Teile eines gesunden Ökosystems – als Jäger, Beute, Wasserreiniger und Frühwarner. Ihr Schutz ist auch unser Schutz. Es ist Zeit, ihnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
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